Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau
von Ertl Michaela
Gegen das Vergessen
Am Dienstag, den 28. Juli 2026, unternahmen die Klassen 9a, 9b, 9c und 9d unserer Schule eine tief beeindruckende und nachdenklich stimmende Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Als emotionale Vorbereitung auf diese Fahrt hatten die Schülerinnen und Schüler bereits am Vortag gemeinsam den Film „Schindlers Liste“ angeschaut. Ziel der Exkursion war es, den Jugendlichen einen authentischen Einblick in die menschenverachtende Realität des Nationalsozialismus zu vermitteln und das im Unterricht erarbeitete Thema „Nationalsozialismus und Holocaust“ an einem historischen Ort greifbar zu vertiefen.
Gemeinsam mit ihren Lehrkräften erkundeten die Jugendlichen das ehemalige Konzentrationslager, das heute als wichtiges Mahnmal und Bildungsstätte dient. Während einer ausführlichen Führung über das Gelände – über den Appellplatz, vorbei an den rekonstruierten Baracken sowie zum Krematorium – wurde den Zehntklässlern vor Augen geführt, unter welch grausamen Bedingungen die Häftlinge dort leben, leiden und arbeiten mussten. In intensiven Gesprächen mit den Gedenkstättenpädagogen hatten die Klassen ausgiebig Gelegenheit, Fragen zu stellen und das Erfahrene gemeinsam zu reflektieren.
Besonders bewegend war auch der Rundgang durch die Ausstellung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude, die anhand persönlicher Gegenstände, Dokumente und erschütternder Zeitzeugenaussagen das Schicksal der Inhaftierten dokumentiert.
Der Besuch hinterließ bei allen Beteiligten Spuren. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich tief betroffen. Um die vielen Eindrücke strukturiert aufzuarbeiten, fand zudem am Donnerstagvormittag darauf eine gemeinsame Nachbereitung der Exkursion statt. Die Rückmeldungen machten jedoch klar deutlich, dass die Fahrt weit über die reine Wissensvermittlung hinausging und vor allem die emotionale sowie moralische Dimension des historischen Geschehens verdeutlichte. Damit leistete die Exkursion einen unverzichtbaren Beitrag zur politischen Bildung und stärkte das Bewusstsein der Jugendlichen für Menschenrechte, Demokratie und eine verantwortungsvolle Erinnerungskultur.