Besuch der Bayerischen Landesausstellung „Bier in Bayern“

Auf den Spuren bayerischen Brauchtums - Projektarbeit der 9. Klassen

Dass das bayerische Bier längst Weltruf erlangt und seinen Siegeszug quer über den Erdball angetreten hat, ist wohl kein Geheimnis mehr. Dass der Grundstein für die hohe Qualität aber bereits 500 Jahre zurück liegt, ist aber nicht mehr allen bekannt und besonders Jugendliche und junge Erwachsene verbinden zwar Bayern und speziell die bayerischen Volksfeste mit dem süffigen bayerischen Bier, haben aber oft nur noch wenig Ahnung, welche Geschichte und welches Brauchtum damit eigentlich in Zusammenhang stehen.

Aus diesem Grund bot die Bayerische Landesausstellung 2016 im Kloster Aldersbach im Passauer Land mit ihrem Schwerpunkt „Bier in Bayern“ eine gute Gelegenheit, um mit den Schülern einen Streifzug durch die bayerische Biergeschichte zu unternehmen, hinter die Kulissen der bayerischen Wirtshauskultur zu schauen und das bayerische Reinheitsgebot von 1516, das älteste gültige Lebensmittelgesetz der Welt, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Im Rahmen einer Projektarbeit rund um das „Bier“ schlossen sich die Schüler zu Kleingruppen zusammen und erstellten Präsentationen in den unterschiedlichen Fachrichtungen Religion, Wirtschaft oder Geschichte zu Themen wie beispielsweise „Franziskanerorden & Braukunst“, „Augustinerorden & Braukunst“, „Bier und Werbung“, „Jugendschutzgesetz Alkohol“ oder „Bier als Beruf: Brauer und Mälzer“.

Nachdem diese Themen selbständig von den Schülern der Realschule Ende Februar und Anfang März erarbeitet und mithilfe des Einsatzes diversester Medien vorgestellt worden waren, konnten die Schüler nun am Montag, den 9.5.2016, das erworbene Wissen vertiefen und die Landesausstellung als außerschulischen Lernort der besonderen Art erleben. Die visuell hervorragend aufbereitete Ausstellung vermittelte mithilfe außergewöhnlicher Medien- und Aktivstationen anschaulich die Geschichte des Bieres und präsentierte Lehrreiches zum Umgang mit Alkohol auf äußerst lebendige Art und Weise. So konnten die Schüler nicht nur Wissenswertes über die Bierherstellung erfahren, wichtige Dokumente zur Biergeschichte nachlesen, Zutaten des Bieres im Rohzustand erleben und auch die Auswirkungen von zu viel Alkoholkonsum in Form einer Rauschbrille und Ausnüchterungszelle live erleben.

Insgesamt zeigten sich die Schüler begeistert von der Landesausstellung. Sie konnten nicht nur viele Impressionen mit nach Hause nehmen, sondern auch Heimatverbundenheit stärken und Brauchtum hautnah erleben. Zudem wurde durch das Projekt deutlich, dass es durchaus Dinge gibt, die man als Schüler nicht nur für die Schule lernt und sie werden ich hoffentlich daran erinnert, wenn sie das nächste Volksfest besuchen und ein „O’zapft is“ des Wirtes ertönt.

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