Das Schülerpraktikum – Zukunft durch Schule und Wirtschaft

Auf großes Interesse stieß das Vortragsangebot von Förderverein und Schule zum Thema „Das Schülerpraktikum – eine Chance zur Berufsorientierung?!“ In einer voll besetzten Aula nutzten viele Eltern mit ihren Kindern die Gelegenheit sich zu informieren. Und das Resümee gleich vorweg: Der Einsatz und die Mühe lohnen sich in jedem Fall und wenn auch nur um die Erkenntnis zu erhalten, dass dieser oder jener Beruf nicht zu einem passen.

Die ersten Ausführungen nach der Begrüßung durch die Fördervereinsvorsitzende Monika Hanseder machte die Konrektorin der Realschule Waltraud Erndl. Sie beschrieb die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen beim freiwilligen Praktikum und erwähnte den Haftpflicht- und Unfallversicherungsschutz während dieser Zeit. Bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz kann die vom Förderverein erstellte Firmenliste sehr hilfreich sein. Mittlerweile sind dort über 120 Unternehmen aus Arnstorf und Umgebung aufgelistet.

Das „Schnupperpraktikum“, ein seit zwei Jahren von Erndl entwickeltes und initiiertes besonderes Angebot zur Berufsorientierung hier an der Realschule, wurde als nächstes vorgestellt. Innerhalb einer Woche werden am Nachmittag vier verschiedene, von der Schule vorgegebene Branchen bzw. Betriebe besucht. Weil jedes Mal die Nachfrage größer war als das Angebot musste die Teilnahme mittels Los entschieden werden.

Irmgard Stöttner von der Hans-Lindner-Stiftung, Bereich Jugendförderung, beschrieb als zweite Referentin des Abends das Projekt „Frühaufsteher“. Dieses besondere Schulungsangebot unterstützt die Persönlichkeitserkennung und gibt Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung. Ein wesentlicher Baustein innerhalb dieser Schulung ist der Kompetenzpass – eine Art Sammelmappe in der alle Nachweise, Auszeichnungen, Bewertungen, Einschätzungen und insbesondere auch die Praktikumsnachweise zu finden sind.

Für eine Stellungnahme aus Sicht der Praxis gelang es den Organisatorinnen zwei kompetente Unternehmensvertreter zu gewinnen. Dies war zum einen Markus von Miller, kaufmännischer Direktor der Vedder GmbH, einem exklusiven Innenausstatter von Yachten und Privatflugzeugen mit Sitz in Haidlfing bei Wallersdorf. Und zum anderen Otto Stegmüller, den Geschäftsführer der Stegmüller Stahl- und Metallbau GmbH, der nun für das 1969 gegründete erfolgreiche Arnstorfer Unternehmen in zweiter Generation verantwortlich ist. Beide beschrieben zunächst jeweils ihr Firmenleistungsspektrum und zeigten damit sehr eindrucksvoll zu welch außerordentlichen Leistungen das Handwerk in der Lage ist. Natürlich gingen beide innerhalb ihrer Ausführungen auch auf ihre jeweiligen Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten in ihren Unternehmen ein sowie ihre gemachten Erfahrungen damit.

Dass sich die Anstrengungen im Rahmen des Praktikums lohnen konnte Otto Stegmüller treffend bestätigen. Denn vier von den sechs zuletzt eingestellten Auszubildenden wurden nach einem Praktikumseinsatz ausgewählt.

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