Spitzen der Freien Wähler überzeugen sich von Zukunftsfähigkeit der Realschule Arnstorf

Hubert Aiwanger und Günther Felbinger informieren sich am Schulstandort Arnstorf über die erfolgreiche Kooperation, Digitalisierung, Ganztagsbetreuung und vieles mehr

Beeindruckt von den Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigten sich der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger und der bildungspolitische Sprecher der Fraktion Günther Felbinger bei ihrem Besuch an der Staatlichen Realschule Arnstorf. Seit der Gründung der Schule im Jahre 2004 wurden in Arnstorf eine Reihe von innovativen Wegen beschritten. Die hohe Investitionsbereitschaft des Marktes Arnstorf in den Bildungsstandort zeigt deutliche Erfolge.
Schulleiter Jürgen Böhm erläuterte im intensiven Gespräch unter anderem die Entwicklung der Kooperation zwischen Mittelschule und Realschule. Viele Nachfragen hatte Hubert Aiwanger zur Übergangsklasse Ü9 (9+2) an der Realschule, die zum anerkannten Realschulabschluss führt. Seit 2011 ist diese innovative Anschlussmöglichkeit für Schüler mit dem qualifizierenden Hauptschulabschluss, die in Arnstorf entwickelt wurde, fester Bestandteil der bestehenden Kooperation von Mittelschule und Realschule. Aiwanger zeigte sich beeindruckt von dieser Option, die den Mittelschulabsolventen aus der Region geboten wird und sieht dieses als Modell für den gesamten Freistaat. „Die Kooperation aus Realschule und Mittelschule ist ein wichtiges Angebot und sichert die Eigenständigkeit der Realschule und stärkt auch die Mittelschulen im ländlichen Raum“, so Aiwanger. Auch Hans Rottbauer, Rektor der Mittelschule in Arnstorf, betonte im Gespräch die Bedeutsamkeit dieser Zusammenarbeit für den Mittelschulverbund in der Region. Gerade kleine Mittelschulen hätten dadurch die Möglichkeit weiterhin zu bestehen und ihre Existenz zu sichern.

Neben den hervorragenden räumlichen Bedingungen wie hochmodern ausgestattete Klassenzimmer, Mensa und Dreifachturnhalle, die die Schüler in Arnstorf vorfinden, bietet die Staatliche Realschule Arnstorf ebenfalls ein beispielhaftes Ganztagsangebot an. Die offene Ganztagsbetreuung an der Realschule wird von zwei Dritteln der Schülerinnen und Schüler wahrgenommen, wobei auch Mittelschüler und Grundschüler spezifische Angebote erhalten. „Das Geheimnis des Erfolges der offenen Ganztagsbetreuung besteht in der Qualität der Angebote, die von Förderkursen über musische, sportliche und handwerkliche Aktivitäten bis hin zur Prüfungsvorbereitung für die Realschüler reichen. Geschultes Personal und Lehrkräfte der Realschule sorgen für die notwendige Qualität auch am Nachmittag“, so Schulleiter Böhm.

Von Anfang an war ein wesentlicher Baustein der Schulentwicklung der Realschule Arnstorf die pädagogisch sinnvolle Umsetzung der Digitalisierung im Unterricht. Die beiden Landtagsabgeordneten konnten sich vor Ort von den Innovationen im Bereich der digitalen Unterrichtsgestaltung überzeugen. Ab Jahrgangsstufe 5 werden die Schüler der Realschule mit dem notwendigen Rüstzeug zur Beherrschung der neuen Medien ausgestattet. In den vergangenen Jahren wurden strukturelle und pädagogisch neue Wege begangen. Neben der vielfältigen Nutzung der neuen digitalen Möglichkeiten im Unterricht, wurden Strukturen geschaffen, dass die Schüler mit eigenen digitalen Endgeräten in der Schule arbeiten können (BYOD – Bring your own device).

Alle Innovationen dienen letztendlich dazu, dass die die Schülerinnen und Schüler, unser Kapital der Zukunft, bestmöglich auf ihr späteres berufliches und persönliches Leben vorbereitet werden. Günther Felbinger zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Angeboten und betonte: „Die überdurchschnittlichen Ergebnisse der Arnstorfer Absolventinnen und Absolventen zeigen, dass bei passenden Rahmenbedingungen und gleichzeitiger Einbindung moderner pädagogischer Unterrichtsformen wie beispielsweise mithilfe von digitalen Medien, eine hervorragende Vorbereitung auf das Berufsleben gegeben ist. Der gute Anschluss in eine Ausbildung oder an die Fachoberschule ist uns Freien Wählern dabei besonders wichtig und ein entscheidender Beitrag, um dem Fachkräftemangel in Bayern zu begegnen. Der Schulstandort Arnstorf setzt mit seinen vielfältigen Kooperationen in die örtliche Wirtschaft hier wahrlich Maßstäbe.“ Dass die Realschüler in der Wirtschaft beste Chancen haben ist nicht zuletzt dem beachtlichen Engagement der Lehrkräfte und der umliegenden Betriebe bei der beruflichen Orientierung geschuldet. Zusammen mit den zahlreichen Unternehmen der Region, ohne die eine sinnvolle Vorbereitung auf das Berufsleben nicht möglich wäre, ebnet die Realschule beste Wege in die Zukunft.
Böhm, der auch Vorsitzender des Bayerischen und Deutschen Realschullehrerverbandes ist, forderte in dem Gespräch, dass gerade die in der Bevölkerung hoch angesehene Realschule weiterhin politische Unterstützung benötigt. In den vergangenen Jahren wurden, trotz des vorhandenen Bedarfes zur zeitgemäßen pädagogischen Förderung der Realschüler, viel zu wenige junge Realschullehrkräfte eingestellt. Im letzten Schuljahr waren das nur 3,5 Prozent der Bewerber.
„Wer die Zukunft gestalten möchte und Bayern weiterhin als einen attraktiven Standort erhalten möchte, muss entsprechend in die Bildung investieren. In Arnstorf hat man gezeigt, wie man dies innovativ umsetzen kann, wenn alle Beteiligten, die Politik, die Wirtschaft, die Schulen, die Eltern gemeinsam dieses Ziel verfolgen“, so Böhm abschließend.

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