Studienfahrt der 10. Klassen

Verliebt in Berlin

Arm aber sexy – so wirbt Berlin für sich und seinen eigenen Charme. Nirgendwo anders treffen graue Geschichtsmonumente auf politische Glas- Hightech-Bauten, schrill bunte Einkaufsmalls auf kleine, aber bezahlbare Designerläden. Und es treffen 53 niederbayerische Schüler (in diesem Falle die Klassen 10 d und 10 e) mit ihren weiblichen Begleitlehrkräften Frau Graml und Frau Haider und der männlichen Verstärkung, Herrn Huber und Herrn Tille, auf die manchmal exotisch anmutenden „Berliner Schnauzen“: ein unvergesslicher Roadtrip.

Der erste Tag gestaltete sich bereits als ein Potpourri der Emotionen: In Dresden, unserem ersten Halt, zwang uns die düstere Stimmung, die angesichts der bevorstehenden Pegida-Versammlung über der altehrwürdigen Stadt hing, frühzeitig in unseren Bus. In Berlin-Mitte angekommen, zauberte aber die moderne Unterkunft und der Primark-Shop wieder ein Lächeln auf die Gesichter der Jugendlichen.

Die nächsten Tage boten den Schülern ein fein abgestimmtes Programm mit etwas Geschichte (Bernauer Straße, Berliner Mauer, Gedenkstätte Hohenschönhausen, …) und Politik (Reichstagsgebäude), einer Prise Unterhaltung (Berliner Fernsehturm bei sternenklarer Nacht, Blue Man Group, …) und vielen kulinarischen Genüssen.

Die Highlights für die Schüler waren eindeutig die gruselige Reise durch Berlins Geschichte (Berlin Dungeon), wo manch einer auf dem Folterstuhl Platz nehmen durfte oder als Hexe verurteilt wurde. Außerdem endete die gemeinsame Studienfahrt mit dem Besuch der Schüler-Disco „Matrix“, bei der eine Tanzfläche nur der 10 e und 10 d gehörte und man gemeinsam tanzte. Als die Musik um Mitternacht verstummte, bildeten die Schüler und Lehrer einen großen Kreis und stimmten das „Abschlussfahrt-Lied“ an. Verwundert aber beeindruckt zückte die Matrix-Crew ihre Smartphones und filmte das Spektakel.

Durch den Team-Spirit beflügelt fielen so manchem Zehntklässler (und auch Lehrer) der Abschied am Freitag und der Einstieg in den Alltag wieder schwer. „Wir wollen wieder zurück nach Berlin, Frau Haider!“ – das war der Tenor am Montagmorgen. Ja, wir sind alle verliebt in Berlin.

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