Vortrag Facebook, WhatsApp, Twitter & Co.

Vortragsabend des Fördervereins zum Thema „Facebook, WhatsApp, Twitter & Co. - Nützlich und praktisch - oder doch vielleicht nicht ganz so harmlos?"

Früher hat man sich als Schüler, zur Planung weiterer Freizeitaktivitäten nach der Schule, persönlich verabredet, später hieß es, lass uns telefonieren, heute verabredet man sich über das soziale Netzwerk oder einem Messenger-Dienst mit dem Smartphone. Die internetfähigen Handys sind vielfach schon zum ständigen digitalen Begleiter von Kindern und Jugendlichen geworden. Wer kein Smartphone hat, ist ausgeschlossen. Viele Eltern beobachten den Umgang mit gemischten Gefühlen. Deshalb haben Förderverein und Elternbeirat eine Expertin von der Stiftung Medienpädagogik Bayern zum Vortragsabend über Soziale Netzwerke und Messender Dienste an die Realschule Arnstorf eingeladen. Groß war das Interesse von Referentin Gabriele Weng Tipps und Vorschläge zu erhalten, wie man sein Kind bei dieser Thematik am besten unterstützen und begleiten kann. Wegschauen und ignorieren der manchmal exzessiven Handynutzung wäre die schlechteste Variante. Besser ist es mit dem Sohn oder der Tochter über deren Handykonsum und Handyeinsatz altersgerecht zu sprechen und auch die negativen Aspekte dieser Dienste nicht zu verschweigen. Wie bei vielem anderen auch, spielt das Vorleben der Eltern auch hier eine große Rolle.

Die Nutzung dieses Kontaktmediums gänzlich zu verbieten, davon hält die Expertin nichts. Gerade in der Zeit der "Umbauphase Pubertät" ist der Kontakt zu Gleichgesinnten wichtig. Und häufig läuft dieser Kontakt eben über das Smartphone. Allerdings sollte dies die Eltern nicht daran hindern, ihrer Elternrolle gerecht zu werden und die Nutzung in einem bestimmten Bereich und Zeitrahmen zu vereinbaren.

Ein wichtiger Aspekt sind die Einstellungen in den jeweiligen Profilen und Diensten. Hier lautet der eindeutige Rat der Expertin, so wenig wie möglich von seinem Privatleben preiszugeben und Profilbilder, wenn möglich, zu unterlassen. Beim Einstellen von eigenen Aufnahmen ist immer daran zu denken, bei Musiktiteln die Urheberrechte nicht zu verletzen und sollten weitere Personen auf den Bildern zu erkennen sein, dass deren Einverständnis zur Veröffentlichung vorhanden sein muss. Vor allem aber sollten sich die Nutzer im Klaren sein, dass das Netz nichts vergisst. Deshalb muss von den Eltern immer wieder der Appell an die Kinder und Jugendlichen sein,  keine freizügigen oder nachteiligen Aufnahmen zu veröffentlichen. Denn auch ein zukünftiger Arbeitgeber nutzt das Internet, um nach möglichen Einträgen des Bewerbers zu suchen.

Für weitergehende Informationen empfahl die Referentin die Internetseite "klicksafe.de". Hier können die Eltern ergänzend nachlesen, zusätzlich sich informieren, welch vertiefendes Informationsmaterial es noch gibt und mehr über die Möglichkeiten zum Surfen ohne Risiko erfahren (z. B. mit dem 'KinderSurfer'). Denn heutzutage beginnt die Internetnutzung und Medienkompetenzerziehung meist schon im Kindergarten.

Zum Dank für den äußerst informativen Vortrag überreichten Förderverein und Elternbeirat ein kleines Dankeschön an die Referentin.

Monika Hanseder

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